Dienstag, 4. April 2017

seven days, one week

Montag bis Mittwoch passiert nix, gar nix. Aufstehen, arbeiten, heim kommen, Haushalt, Bett. Oder so.

Donnerstag stehe ich dann in aller Herrgottsfrühe auf. Ich wusste gar nicht, dass mein Wecker um 5 schon klingeln kann. Nun, er kann es und zu gefühlt nachtschlafender Zeit sitze ich gut gelaunt im Auto und fahre zwei Stunden gen Süden wo ich den tollen Mann festhalte und nicht mehr loslassen mag.

Freitag ziehe ich vorsichtig Bilanz: ich muss ihn tatsächlich mal loslassen. Also zumindest wenn ich nicht mit auf die Toilette möchte. Was ich nicht möchte. Und auch sonst haben wir ein bisschen was zu tun. Ich koche eine *klitzekleine* Bolognese die unter anderem ein Kilo Hackfleisch drin hat. Nachdem ich weg war, hatte er noch drei weitere Mahlzeiten was davon.
Kann mir mal jemand erklären, wofür kleine Töpfe erfunden wurden?

Samstag komme ich mir vor wie ein Schlüsseldienst. Meine Arbeitshose hat recht großes Taschen und zeitweise befinden sich in einer dieser Taschen vier Schlüsselbunde.
Außerdem erlebe ich zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich stärker sein kann als ein erwachsener Mann. Das macht mich auch Tage später noch fertig.

Sonntag wird gegärtnert. Herr Zimmermann schwingt die Spitzhacke, ich stehe einen Meter über ihm am Hang und frage, wo die restlichen sechs Zwerge sind. Dann weiche ich gekonnt der Spitzhacke aus ;-) Wir pflanzen alles ein, was wir vor meinem Vermieter retten konnten, also er buddelt, ich helfe so gut ich kann. Die Himbeere und die Johannisbeere muss er leider alleine eingraben, ich musste schweren Herzens den Heimweg antreten. Hätte ich auf den ersten zwanzig Kilometern eine Wendemöglichkeit gesehen, ich hätte sie genommen. Pflichten hin oder her. Leider gab es keine und irgendwann musste ich mich zusammenreißen und fahren.
Alleine einschlafen ist blöd.

Kommentare:

  1. Am einen Tag die gute Laune, zwei Tage einfach wohlfühlen...
    Hoffentlich kannst Du bald mal auf das "Alleine einschlafen" verzichten!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir arbeiten mit großer Freude darauf hin.

      Spoiler: es findet ein Umzug statt. ;-)

      Löschen
    2. Das ist ein willkommener Spoiler! Endlich ein "wir" für die Möwe ist eine richtig gute Nachricht...
      ... für den Glücklichen sowieso ;-)

      Löschen
  2. ich könnte ja wetten, dass der Vermieter friedlicher wird, wenn jetzt öfter ein Mann zu sehen ist. Leider ist das oft so

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach ja, der Vermieter ... Mein erster Eindruck von dem war der eines hinterhältigen Duckmäusers. Dem traue ich nicht weiter als ich ihn werfen kann. Also etwa von der Haustür bis zu den Mülltonnen.

      Fakt ist, dass er sich für demnächst eine/n neue/n Mieter/in suchen dürfen können müssen wird. Und ich hoffe doch sehr für ihn, dass derdiedas dann alle Klischees erfüllt, die er meiner geliebten Frau Laterne unterstellt - nicht dass ihm dann langweilig wird.

      ... und bis dahin packe ich mal all das aus, was ich noch so über Mietrecht weiß. Das dürfte ihm ebenfalls noch ein paar unterhaltsame Abende bescheren. 8-)

      Löschen