Nur für Erwachsene

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Dienstag, 7. Mai 2019

Ü30

Boah was hab ich immer gelacht über die, die sagen "ab 30 wirds anders, dann fühlst du dich plötzlich alt" und so. Jaa jaa, labert ihr nur, ihr jammert auf hohem Niveau.

Die altersbedingten Wehwehchen von denen viele erzählen kann ich (noch) nicht nachvollziehen. All meine Wehwehchen waren schon vorher da oder sind nicht altersabhängig.

Aber was ja total unnötig wäre, ist Haarwuchs an Stellen, wo ich das nicht brauche. Ich meine: Oberschenkelrückseite... da war vor der 30 vor allem blonder Flaum den man ignorieren konnte. Warum bitte müssen dort nun gefühlt dicke Borsten wachsen? Da sieht man ja nichtmal ob man beim Rasieren nix übersehen hat. Gnarf.

Ach und die Hexenhärchen unterm Kinn, die müssten auch nicht sein. Aber die kamen immerhin schon mit Ende 20 und werden seither mit der Pinzette im Zaum gehalten.

Die Krönung bisher ist aber ein einzelnes hellblondes, feines Haar, das sich im Knick zwischen Nasenflügel und Wange ringelte. Alta, gehts noch?

Freitag, 5. April 2019

Einerseits - andererseits

Einerseits haben wir in Deutschland die schmutzigsten Kraftwerke (klick) 
andererseits werden nur die Dieselfahrer zu Fahrverboten verdammt. Wieso gibts keine Verbote für die Kraftwerke? Ach stimmt, die großen Bosse dort haben einfach mehr Kohle und damit mehr Stimmgewicht in der Regierung.
Ich fühle mich übrigens im höchsten Maße verarscht, wenn die Dieselautos nicht mehr in die Städte dürfen, die Schiffe, die aber deutlich schmutziger sind, schon: (klick, siehe Karte auf Seite 2) 

Wen wollen die eigentlich verarschen?

Obwohl die Schüler Woche für Woche auf die Straße gehen ist das nicht genug (klick) Und übrigens: nur weil die Schüler auf die Straße gehen, heißt das nicht dass wir Erwachsenen nix machen müssen. Klar, wir sollten ihnen nicht den Protest abnehmen aber wie verwegen wäre es, wenn nicht nur die Schüler sondern alle auf die Straßen gingen?

Hoffentlich lernen wir alle bei der Europawahl und allen weiteren Wahlen wirklich dazu und wählen nicht wieder aus Gewohnheit das gleiche wie immer.

Donnerstag, 4. April 2019

lebensgefährliches Leben

Kurz hinterm Ortsschild steht eine Person mit Wanderrucksack, die blonden Haare zum Zopf gebunden. Sie reckt den Daumen doch mein Vordermann fährt vorbei.
Ich halte an und räume schnell den Beifahrersitz frei. Natürlich fahre ich in die Nachbarstadt, viel mehr Möglichkeiten gibts von hier aus auch nicht. Ich frage den Wanderer, wohin er möchte, er sagt "egal, nur in die Stadt, den Rest laufe ich" - egal haben wir nicht, also frage ich ihn ob er zum Bahnhof will, das wäre kein nennenswerter Umweg. Bahnhof passt und so schweigt er und wir genießen beide, dass allmählich warme Luft aus der Autoheizung strömt. Es ist kalt geworden im Laufe des Morgens, heute Nacht soll es schneien.
Das Schweigen ist unangenehm. Ich frage ihn, wohin die Reise geht.
Er erzählt, dass er in sein Heimatland muss, ins Krankenhaus. Er hat ein Aneurysma im Gehirn. Er wird operiert werden, entweder sofort wenn er ankommt oder in 2 Wochen, das entscheidet das MRT. Wenn erst in zwei Wochen, dann reist er wieder umher, arbeitet mal hier und mal da. Plötzlich wird aus dem Schweigen ein Redeschwall, es tut ihm merklich gut das mal alles von der Seele zu reden. Er erzählt mir, dass die OP ein Risiko von 50% hat. 50% überleben und alles ist gut oder während der OP sterben. Aber sterben muss er ja sowieso. Mit 15 Jahren sei er mal von einem Dach gestürzt, 26m ging es in die Tiefe. Das hat er überlebt und keine gravierenden Schäden behalten.

Am Bahnhof angekommen wünsche ich ihm alles Gute und hoffe, dass die OP gut ausgehen wird.

Dienstag, 26. März 2019

offline

es regt mich auf. Schon lange und immer mehr. Diese Abhängigkeit von dem Hosentaschengroßen Stück aus Metall, Glas und viel Technik. Es macht mir keine Freude mehr, es ist einfach nur noch eine Abhängigkeit. Der größte Nutzen sind Whatsapp, Threema und Google Maps.

Es hat mich aggressiv gemacht, dass ich es für jedes Hinsetzen aus der Tasche nehmen musste, es hat mich aggressiv gemacht, dass ich es dauernd zwischen den Fingern spürte, wann immer ich meine Hände in die Jackentasche steckte. Ich wollte es wegwerfen, mit Anlauf irgendwohin.

....

Es war so schön, den halben Tag ab da ohne Handy zu sein, wirklich. Ich habs nicht vermisst, im Gegenteil, ich habs genossen. 


Mittwoch, 20. März 2019

kein Counter

Ende 2018 hatte ich eigentlich gedacht, ich führe 2019 mal wieder einen Counter.

Jetzt ist 2019 schon fast 4 Monate alt und ich habs total verpeilt. Jetzt isses wohl auch zu spät.

Freitag, 15. Februar 2019

Zeugs und so.

Ich bin maximalst genervt von der Technik. Das Apfelfon wird immer zickiger, es hat den Winter nicht gut überstanden. Was vor dem Winter noch 80% Akkuleistung hatte, ist jetzt ein Wartungsfall. Der Akku möchte pro Tag 2-3 Mal geladen werden. Selbst bei Nichtnutzung leert er sich schneller als mein Onkel sein Pils. Also muss ein neuer Akku her. Aber lohnt das noch für ein 3 Jahre altes Handy? Was schon vom Betriebssystem her immer langsamer wird, auch wenn Cupertino bei Einführung von iOS 12 behauptet hat, damit die älteren Geräte wieder schneller machen zu wollen?

Es vergisst auch, wer ich bin. Bei Blogspot kann ich schon lange nicht mehr kommentieren. Trotz eingegebenen Googlekontos weiß es schon sehr lange nicht mehr, dass nach der Auswahl des Googlekontos auch dann bitte meine Absenderdaten da erscheinen sollen und schlussendlich verschwinden meine Kommentare im Nirvana.

Plötzlich weiß es auch bei wordpress nicht mehr, wer ich bin. Es nervt wirklich sehr.

Im Kalender ein Label ändern. Kannste machen, dann hat sich aber nicht das Label geändert sondern es hat den Eintrag verdoppelt. Einmal mit dem alten und einmal mit dem neuen Label. Toll, wer sich sowas ausgedacht hat. Grandios.

Über die Antenne und die Gesprächsqualität brauche ich nix sagen, das habe ich in der Vergangenheit oft genug getan. 

Genug gejammert, es gibt natürlich auch was erfreuliches: das Wetter. Wunderschön scheint gerade tagtäglich die Sonne, wärmt die Natur auf und vor allem das Herz. Heute entdeckte ich die ersten zaghaften Knospen an einem Baum. Nicht mehr lang und es beginnt alles zu blühen.

Und auch ansonsten bin ich sehr aufgeräumter Grundstimmung. Jetzt muss ich noch den Frühjahrsputz machen, dann ist alles prima.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Über wichtige Dinge und Paywalls

Greta Thunberg ist wieder in aller Munde. Zu Recht. Sie beschwert sich, dass wir uns tatsächlich noch mit anderen Dingen als dem Klimaschutz beschäftigen. Zu Recht.

Ich denke mir: effektiv wäre ein einschneidendes Erlebnis. Ausstieg aus fossilen Energien sofort. Keine Kohlekraftwerke mehr usw. Wasser, Sonne, Wind - es ist doch alles da was wir brauchen.
Tempolimits, sofort. Nicht nur der Abgase wegen sondern auch wegen der Toten.
In allen Zeitungen und Nachrichten müsste es das dringendste, obenstehendste Thema sein. Erst nachdem man das gelesen und gesehen hat, sollte man an andere Nachrichten dran kommen. Ein Bachelor oder Dschungelkönig darf nicht wichtiger sein als der tägliche Appell, etwas für seine Umwelt zu tun. Übrigens, wie viele Lampen brennen gerade bei euch zu Hause? Braucht ihr sie dringend oder kann davon auch was aus?
Also zurück zu den Zeitungen: die Zeit titelt jetzt nichts zum Umweltschutz. Aber Greta Thunberg hat es immerhin mit einem Artikel halbwegs nach oben geschafft. Hinter einer Paywall.
Einen Kommentar zu ihr und ihren Hatern gibts ohne Paywall zu lesen.
Vor einigen Wochen war ein Artikel darin "Wir können die Welt noch retten" aber das wie - verbirgt sich hinter einer Paywall.

Ich verstehe und finde gut, dass man für wichtige Artikel Geld bezahlen muss. Journalisten müssen auch von etwas leben und im Gegensatz zur landläufigen Meinung haben sie in der Regel das Schreiben gelernt.

Aber wie wäre es denn, wenn man sich die ganzen Boulevardartikel hinter Paywalls verdienen muss indem man erstmal was (kostenloses) zum Thema Klimaschutz liest und dazu Fragen beantwortet? Täglich andere. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Was wir tun können:
Die alte Kühltruhe ist 20 Jahre alt und so langsam müsste eine neue her? Machen! So Energiesparend wie möglich, die eigene Stromrechnung dankt es.

Der Wäschetrockner ist auch 15 Jahre alt, ein Hoch auf Technik die so lange hält. Aber: kann man die Wäsche eventuell auch von Wind und Sonne trocken lassen? Ja? Machen!
Ansonsten: einen Wärmepumpentrockner kaufen. Der spart massig Energie und die Energie die gespart wird, muss nicht per Atomstrom und Kohle produziert werden.

Der Stromtarif, was ist das eigentlich für einer? Seit Jahren der gleiche? Was bietet mein Anbieter eigentlich sonst noch an, eventuell Ökostrom? Wenn ja: was heißt Ökostrom bei denen?
Schaut doch mal auf ein Vergleichsportal, vielleicht wirds sogar günstiger. Und danach ruft ihr bei euerm aktuellen Anbieter an und fragt was sie bieten um euch zu halten. Da geht meistens noch was.

Muss man wirklich mit dem Auto zum Einkaufen fahren oder gehts vielleicht auch per Rad? Eventuell mit Radanhänger für die Kiste Bier? Kostet nicht viel und man tut was für seine Gesundheit.

Muss das ein oder andere neu gekaufte Produkt wirklich sein oder täte es das alte noch? Muss es eine neue LED-Komplettlampe sein, bei der man keine Birnen austauschen kann wenn sie mal den Geist aufgibt oder darfs auch eine sparsame Birne für die bestehende Lampe sein?

Die Liste ist endlos. Schreibt doch mal in den Kommentaren was ihr so tut. Oder was ihr bewusst lasst und warum. 

Es ist nicht wahr, dass wir machtlos sind. Wir müssen aber aus unserer Komfortzone raus, bevor die komplett zerstört ist. Wir Menschen neigen dazu, Probleme aussitzen zu wollen. Aber das hilft uns hier nicht weiter.