Nur für Erwachsene

Warnung - einige Inhalte sind nur für Personen, die 18 Jahre oder älter sind.

Dienstag, 19. September 2017

Schnipsel 9/17

Im Radio läuft Rag'n'Bone Man live und da ist seine Stimme noch geiler als auf seinem Studioalbum. Bekomme Lust, mal wieder ein Livekonzert zu besuchen.

*****

Bin für ein paar Tage beruflich unterwegs und nächtige bei einem Freund von Herrn Zimmermann. Werde bekocht und habe gute Gespräche. Befinde, dass mein Freundeskreis viel zu klein ist und dass wir viel öfter liebe Menschen einladen oder besuchen sollten. 

*****

Überhaupt gilt immernoch:


*****

Das Auto läuft manchmal die ersten paar Minuten nicht ganz rund und ich kann mir keinen Reim drauf machen woran das liegt. Hoffe es wird noch so lange halten wie nötig. 

*****

Wie groß ist eigentlich der Innendurchmesser so einer Hantelscheibe

*****

Vermissen ist übrigens doof. Total doof. Will kuscheln. Und Sex. 


Montag, 18. September 2017

Herr Zimmermann zieht Zwischenbilanz

Vor Jahr und Tag (besser: vor zwoeinhalb Jahr und Tag oder so) schrieb die liebe Frau Laterne einen Post mit dem Titel Bilanz. Bin ich die Tage mal wieder drüber gestolpert.

Für das Jahr 2014 steht da: 32 mal Sex, ebensoviele Blowjobs, elfmal geleckt worden.

Wir haben in dem Guten halben Jahr, das wir uns jetzt lieben, trotz Fernbeziehung mehr als das Doppelte an Sex hinbekommen. Die Blowjobs habe ich nicht gezählt (und sie vermutlich auch nicht); es waren aber gewisslich deutlich mehr als wir an Sex hatten. Und geleckt wird sie eh bei jeder sich bietenden Gelegenheit (sie schmeckt einfach zu gut als dass ich's lassen könnte wollte).

So eindrucksvoll das Zahlenwerk im direkten Vergleich jetzt auch sein mag, sollte es über eine Tatsache aber doch nicht hinwegtäuschen: es ist nicht die schiere Menge an Sex, die unsere Beziehung so toll macht. Sondern es ist das Gefühl, endlich den Menschen getroffen zu haben, der einen vorbehaltlos annimmt, mit allen Macken und Bedürfnissen. ❤️

Donnerstag, 14. September 2017

Entschleunigung täte gut

Die letzten Wochen haben mir einiges abverlangt.
Umzug, viele Kilometer, viel los, viele Kisten, viel Wäsche, Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Es gab Momente, wo meine Nerven blank lagen und ich nur noch heulen konnte. Dass ein Mensch, der mir unglaublich viel bedeutet, sich aus meinem Leben schleicht, tut auch nicht gerade gut.

Ich genieße nach wie vor jede Sekunde mit Herrn Zimmermann, er tut mir unglaublich gut und ich lasse ihn nicht mehr los.

Was meinem Nervenkostüm gerade so überhaupt nicht gut tut, ist meine Hardware: vor einigen Monaten habe ich extra zu D1 gewechselt um besseres Netz zu haben. Nun, teilweise ist es wirklich besser aber die Antenne im iPhone scheint eine Katastrophe zu sein, im Vergleich zu einem altersschwachen Androiden zumindest. Telefonieren geht zu Hause nur am Fenster oder per Festnetz. Super. Also nicht. Gut dass man heutzutage sogar Termine per Whatsapp ausmachen kann. Schöne neue Welt.
Mein Rechner wird mir regelmäßig entführt, was total okay ist (hab ja genug Alternativen) und mich nur dann ärgert, wenn ich ihm danach wieder beibringen muss, wer ich bin.
Dann habe ich noch meinen alten Rechner, ein inzwischen neunjähriges Macbook was immer noch läuft, obwohl es neulich einen kleinen Wutanfall meinerseits aushalten musste. Das Begrüßungsbrummeln vom DVD-Laufwerk ist seither nicht mehr ganz so enthusiastisch aber mein Gott, das Ding ist schon lange altersschwach und mich wundert, dass es überhaupt noch läuft und dabei eine überraschend gute Performance abliefert. Heimlich träume ich von einem aktuellen Macbook. Träumen kostet ja nix.

Wenn ich ganz tief in mich gehe, dann wünsche ich mir allerdings, all diese Dinge nicht zu brauchen. Dann möchte ich ohne Internet, ohne Computer und ohne Smartphone leben. Aber man gewöhnt sich so sehr an den Komfort, dass man all die negativen Konsequenzen, all den Ärger den es mit sich bringt, in Kauf nimmt. Ich zumindest.

Dienstag, 12. September 2017

Alltag

So langsam kehrt Alltag ein. Zumindest für diese Woche, denn die Nächste werde ich noch mal auf Achse sein. Solange sorge ich dafür, dass der Herr Zimmermann abends schnell einschläft, das kann ich nämlich gut *unschuldig guck*

PS.: vom Handy bloggen ist kacke.

Dienstag, 22. August 2017

Der Bauch grummelt und schmerzt.
Der Appetit groß und der Unterzucker schnell. 
Ein Nerv im Arm angeschlagen.
Das linke Auge ohne scharfe Sicht.
Die Allergie wieder stärker.
Das komische Brizzeln im linken Bein wird mehr.
Der Körper entwässert, zwingt den Kreislauf in die Knie.

Meine Gedanken schweifen vier Jahre zurück. Damals hatte ich mich ausgebeutet. Und als mein Körper sagte "ich bin müde" antwortete ich ihm "ey, du kannst nicht um 7 ins Bett, ein bisschen Zeit für dich, ein bisschen Fernsehen wenigstens, das sollte drin sein. Es kann ja nicht sein dass dein Tag nur aus Arbeit besteht."

Ein halbes Jahr später hatte ich eine Schmierblutung und meinen ersten anovulatorischen Zyklus. Ich ging zur Gynäkologin weils eh überfällig war und 14 Monate nach der letzten Kontrolle war ich von PAP I/II auf PAP III. Drei Monate später wars dann PAP IV der sich als CIN3 heraus stellte nach der eiligen OP, den eiligen OPs die mich fast das Leben kostete. 
Wie ich so im Krankenhaus lag damals hatte ich Zeit zum Nachdenken. Viel Zeit. Mir wurde klar, dass ich viele Hilferufe meines Körpers ignoriert hatte, dass ich mich eher aufputschte und Tabletten nahm statt einen Schritt kürzer zu treten. Bloß nicht ausfallen, keiner macht deinen Job. Bloß nicht kürzer treten, am Ende denkt jemand dass du schwach bist. Bloß nicht zeigen, dass etwas nicht so geht wie du es willst.

Ach wie dumm war ich doch. Wenn man dem Körper die Ruhe nicht gönnt, zieht er irgendwann eine größere Reißleine. 

"Geh Du vor", sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich."
"Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben",
sagte der Körper zur Seele.
© Ulrich Schaffer


**********

Ein paar Tage später...

zwei Tage habe ich es extrem langsam angehen lassen. Ich habe einen Tag lang nix getan außer einem Hörbuch nach dem anderen gehört. Ich habe mich nicht mal umgezogen. Einfach nix tun. Ich schaffte es völlig problemlos, nur ein Ding gleichzeitig zu tun. Einen Film zu sehen ohne nebenbei aufs Handy zu sehen. Jede Sekunde spürte ich, wie mein Körper wieder Energie tankte, wie die Nadel aus dem tiefroten Bereich wieder langsam hoch ging. 

Ich wusste vorher, dass 2017 hart würde. Das ein oder andere hat sich inzwischen anders entwickelt, als ich es gedacht hätte. Was schön ist. Jetzt gilt es aufzupassen, auch mal Nein zu sagen, Prioritäten so zu gewichten, dass die Seele keinen Grund hat, den Körper erkranken zu lassen.

Sonntag, 20. August 2017

same old,

same old...

Ich lebe noch, es ist eine stressige Zeit, viele Kilometer auf dem Tacho, viel Arbeit und gefühlt jede Woche eine andere Schlafstätte.
Ich lerne tolle Menschen kennen und habe unglaublich viel Spaß. Ich habe wenig Schlaf und unruhige Nächte.

Die to do Liste ist lang und zwischendurch muss ich mich ermahnen, ein bisschen auf mich aufzupassen und mir weniger vorzunehmen. Zu groß ist die Angst, dass es mir irgendwann doch den Boden wegzieht wenns gerade gar nicht passt. Aber wann passt sowas schon?

Das Erste was zu kurz kommt, mit gutem Gewissen zu kurz kommt ist das Bloggen und das liegt nicht zuletzt daran, dass ich kaum zu Hause bin.

Mittwoch, 26. Juli 2017

7 days, one week

Montag stehe ich total zerknautscht auf. Egal, los gehts, das Studium ruft. Es ist heiß mit Tendenz zu heißer. Als ich nachmittags aus den Schuhen steige, ist die Haut an den Füßen so schrumpelig als wäre ich den ganzen Tag im Wasser gestanden. Ein Fußbad hätte gut getan aber ich falle nur noch auf meine Luftmatratze und bewege mich möglichst nicht mehr. Entsprechend schlecht schlafe ich in der Nacht zum

Dienstag. Die Anspannung der letzten Wochen wird immer größer, die Nacht ist eine Katastrophe, die Temperatur knackt wieder die 30 Grad Marke und gegen Mittag spinnt mein Kreislauf total. Eine Stunde vor Ende beschließe ich, dass nix mehr geht und ich besser heim fahre solange ich noch kann. Herr Zimmermann kümmert sich rührend aus der Ferne. Auch dieser Tag endet unbeweglich auf der Luftmatratze.

Mittwoch erreicht die Temperatur seinen Höhepunkt. Der Kaffee schmeckt nicht und ich halte mich mit Wasser und Isozeugs über Wasser. Den Kreislauf rette ich indem ich, wann immer es geht, die Schuhe ausziehe. Der Plan geht auf, ich halte durch. Auf dem Heimweg ziehen vielversprechende Wolken auf, spätabends zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg. Ich verschlafe es fast komplett, so erschöpft bin ich.

Donnerstag ist es erstmals unter 20 Grad. Ich, die Frau die immer kalte Füße hat, die sich das halbe Jahr in Schals und Tücher wickelt und keine Zugluft mag, stehe im Regen und genieße die Kühle auf der Haut. Es geht mir blendend, wenn auch übermüdet.

Freitag stehe ich total gerädert auf. Die Nacht war eine Katastrophe, Schlaf wäre toll gewesen. Aber nachdem die Waschmaschine läuft und das erste Fenster geputzt ist, fällt jeder Stress von mir ab. Plötzlich kommt mir Jonas wieder in den Sinn und wie alles zu Ende ging. Wie er sich immer auf seine Gefühle fixierte und sich selbst keinen Raum zum Leben ließ. Wie er mich mit seiner Eifersucht einengte, ich mich einengen ließ. Und auch wenn das nun ein Jahr her ist und seither viel passiert ist; Auch wenn alle Bänder zwischen uns gekappt sind, irgendwie bin ich plötzlich riesig froh, dass ich mit dieser Wohnung auch irgendwie ihn endgültig hinter mir lasse. Ich zähle die Tage bis zum Umzug, es sind nicht mehr viele. Es ist komisch, ich weiß genau dass er niemals mehr was mit mir zu tun haben wollte, genauso wenig wie ich mit ihm, dennoch ist das Gefühl, dass er nicht wissen wird, wo ich bald sein werde, ein schönes.
Ich fahre zu Herrn Zimmermann, ein gemeinsames Wochenende ist ein gutes.

Samstag und Sonntag machen wir es uns schön. Es ist viel zu tun aber letztenendes lassen wir das Wochenende recht gemütlich ausklingen an der frischen Luft und moderaten Temperaturen unter 30 Grad, Wasser aus einem Brunnen und der Mückenstichzwischenbilanz. Ich habe gewonnen. Mein Blut ist süßer und Herr Zimmermann ist ein klitzekleines Bisschen schadenfroh...