Es war im Frühjahr 2013 als ich bei der Arbeit zusammengebrochen bin.
Ich hatte mich völlig überarbeitet, hatte damals schwere körperliche Arbeit, eigentlich Männerarbeit und meine Kollegin war mehrwöchig krank. Statt schnellstmöglich eine Aushilfe zu organisieren, setzte meine damalige Chefin alles auf mich. Ich habe sieben Wochen lang durchgearbeitet. Mein Arbeitstag begann um 7:15 und endete um 16:15. Mit etwas Glück waren zwischendurch zwanzig Minuten Zeit, eine Kleinigkeit zu essen. Oft musste das mitgebrachte Brot aber im Laufen gegessen werden. Es war wirklich harte Arbeit. Ich fiel früh ins Bett, der eigene Haushalt blieb liegen und jede Woche erzählte die Chefin "Nächste Woche kommt jemand, der dir hilft" Wir wussten beide, dass das nicht stimmte aber ich kannte ihre explosive Art, habe nicht drauf geantwortet und habe mich tapfer durchgebissen.
Nach vier oder fünf Wochen ging es los, dass ich einen leichten Schwindel hatte. Er beeinträchtigte mich nicht, nervte allenfalls.
Irgendwann kam ein leichtes, permanentes Rauschen in den Ohren dazu. Kreislaufprobleme. Keine Frage. Ich steckte mir Traubenzucker ein. Trank mehr Cola. Und arbeitete weiter.
Die Probleme wurden immer stärker aber ich ignorierte sie tapfer, hatten die Pferde doch keinen, der sie hätte versorgen können.
Eines Morgens, ich hatte gerade alle Pferde ausgestallt, ging nichts mehr. Schon seit Tagen sprachen mich die Leute drauf an, kürzer zu treten, meine Gesichtsfarbe war schon seit längerem mehr grau als gesund, der Schwindel war selbst nachts im Bett spürbar. Und an diesem Tag saß ich im Stall. Saß da und sah nur noch Sternchen im Tunnelblick. Hörte nichts mehr außer Rauschen. Ich wurde angesprochen, hörte alles aus unendlicher Ferne und brach in Tränen aus weil ich nicht mehr konnte. Da musste auch ich einsehen, dass ich eine Pause brauchte, dass es nicht mehr ging. Ich konnte die Leute mit kaum hörbarer Stimme überreden, mir keinen Krankenwagen zu rufen, nippte an einer Cola, die mir gebracht wurde. Entsperrte mit zitternden Fingern mein Smartphone und schaffte im vierten Anlauf, meine Chefin anzurufen. Sie fragte, ob ich später wieder kommen könnte, wenigstens zum Einstallen und fürs Kraftfutter. Und morgen früh. Ich müsse auch nichts misten. Mir standen die Tränen in den Augen als ich sagte, ich würde erstmal zum Arzt gehen und machen, was er für richtig hält.
Ich setzte mich ins Auto, wartete darauf, dass es so gut wurde, dass ich fahren konnte. Ich hätte nicht fahren dürfen. Aber ich fuhr. Ich musste ja das Auto heim bringen. Laufen ging noch schlechter als Auto fahren. Ich musste mich bei jedem Schritt festhalten. Wie eine alte Frau.
Das Ende vom Lied war, dass ich überarbeitet war. Dass mein Wochenpensum von 54 Stunden ohne einen einzigen freien Tag einfach zuviel war. Ich brauchte zwei Wochen in denen ich fast nur geschlafen habe. Die Energiereserven aufgefüllt habe, von Akku leer auf viertel voll. Und ganz viele Termine und Verpflichtungen, die ich noch gehabt hätte, abgesagt habe.
Seit gestern ist mir schwindelig. Ich dachte erst an meinen derbe verspannten Nacken, aber als heute noch das bekannte Rauschen in den Ohren dazu kam, war klar: Langsam Frau Zwiespalt, langsam. Das kennst du schon, das solltest du nicht ignorieren.
Ich ziehe also die Notbremse, schreibe keine Weihnachtskarten, sehe geflissentlich über den ein oder anderen Termin hinweg, lege stattdessen die Füße hoch und versuche mal, wirklich GAR NICHTS zu tun zwischendurch. Also auch nicht nebenbei twittern oder zu surfen sondern wirklich mal bewusst abschalten. Das ist es nämlich, was ich seit Wochen nicht mehr tue. Ich versuche immer, so viel wie möglich gleichzeitig zu machen, merke schon länger, dass ich das kaum noch schaffe, will es mir aber beweisen.
Jetzt werde ich mir beweisen müssen, dass ich auch langsamer kann.
Nur für Erwachsene
Warnung - einige Inhalte sind nur für Personen, die 18 Jahre oder älter sind.
Sonntag, 30. November 2014
Samstag, 29. November 2014
Nicht wegsehen, nicht tolerieren!
Nachdem es beim Zaubermann neulich um Ritterlichkeit ging, (ein großartiger Beitrag übrigens. Den man sich unbedingt anhören sollte!) habe ich heute eine andere Seite der zwischenmenschlichen Kommunikation:
Männer dürfen Frauen nicht schlagen. Frauen sind das schwache Geschlecht, sie genießen den Schutz der Gesellschaft wenn ihnen Gewalt in der Öffentlichkeit widerfährt. Aber was ist mit Männern?
#
Männer sind das starke Geschlecht. Wenn man so eine Szene beobachtet, denkt man - nein, falsch - denke ich zweierlei:
1. das ist ein Mann, der kann sich wehren oder weg gehen. Und dabei vergesse ich, dass er, genauso wie eine Frau in gleicher Situation, in einer emotionalen Abhängigkeit von ihr sein kann.
2. denke ich: er ist ein Mann, es wird ihm peinlich sein, wenn ich (als Frau) dazwischen gehe und ihn verteidige, ihn seine Probleme nicht selbst lösen lasse. Oder anders: solange er nicht um Hilfe ruft, braucht er vermutlich auch keine.
Ich mache zwei Fehler und gerade deshalb muss ich meine Reaktion auf so eine Situation überdenken. Denn ich habe durchaus schon erlebt, dass Frauen ihre Männer triezten. Nie so heftig wie in dem Video aber dennoch.
An dieser Stelle: was ist eigentlich mit psychischer Gewalt? Was tun wenn eine Frau ihren Mann verbal fertig macht? DAS erlebe ich deutlich öfter als körperliche Gewalt.
Streit und Gewalt
Männer dürfen Frauen nicht schlagen. Frauen sind das schwache Geschlecht, sie genießen den Schutz der Gesellschaft wenn ihnen Gewalt in der Öffentlichkeit widerfährt. Aber was ist mit Männern?
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Männer sind das starke Geschlecht. Wenn man so eine Szene beobachtet, denkt man - nein, falsch - denke ich zweierlei:
1. das ist ein Mann, der kann sich wehren oder weg gehen. Und dabei vergesse ich, dass er, genauso wie eine Frau in gleicher Situation, in einer emotionalen Abhängigkeit von ihr sein kann.
2. denke ich: er ist ein Mann, es wird ihm peinlich sein, wenn ich (als Frau) dazwischen gehe und ihn verteidige, ihn seine Probleme nicht selbst lösen lasse. Oder anders: solange er nicht um Hilfe ruft, braucht er vermutlich auch keine.
Ich mache zwei Fehler und gerade deshalb muss ich meine Reaktion auf so eine Situation überdenken. Denn ich habe durchaus schon erlebt, dass Frauen ihre Männer triezten. Nie so heftig wie in dem Video aber dennoch.
An dieser Stelle: was ist eigentlich mit psychischer Gewalt? Was tun wenn eine Frau ihren Mann verbal fertig macht? DAS erlebe ich deutlich öfter als körperliche Gewalt.
Freitag, 28. November 2014
so much to learn
Man lernt ja nie aus.
Auch ich nicht, über mich in diesem Fall. Und das ist spannend.
Ich mag Oralsex. Also... wenn man sich den Counter rechts* ansieht, merkt man, ich mag es zu blasen. Vor allem wenn ich ein bisschen Feedback kriege, also der Mann stöhnt, gerne auch mal meinen Kopf nimmt und mich dirigiert, gerne auch was sagt.Solange er nicht nebenbei die Tageszeitung laut vorliest. Jedenfalls, hauptsache er liegt nicht da und stellt sich tot.
Und da ist auch schon das Stichwort: LIEGEN
Denn unlängst ist mir etwas aufgefallen: Wenn der Mann steht oder sitzt und ich vor ihm knie, macht es mir nicht nur Spaß ihn mit meinem Mund zu verwöhnen, es macht mich auch geil. Ich werde richtig feucht dabei.
Wenn der Mann aber auf dem Bett liegt, passiert das nicht. Also, es macht mir schon auch Spaß, ich finde es geil. Aber ich werde kaum feucht. Fast gar nicht. Und das hat also nicht nur mit dem Feedback zu tun sondern auch rein mit der Position.
Ich finde das gerade echt spannend über mich zu lernen, mich selbst zu entdecken.
Auch ich nicht, über mich in diesem Fall. Und das ist spannend.
Ich mag Oralsex. Also... wenn man sich den Counter rechts* ansieht, merkt man, ich mag es zu blasen. Vor allem wenn ich ein bisschen Feedback kriege, also der Mann stöhnt, gerne auch mal meinen Kopf nimmt und mich dirigiert, gerne auch was sagt.
Und da ist auch schon das Stichwort: LIEGEN
Denn unlängst ist mir etwas aufgefallen: Wenn der Mann steht oder sitzt und ich vor ihm knie, macht es mir nicht nur Spaß ihn mit meinem Mund zu verwöhnen, es macht mich auch geil. Ich werde richtig feucht dabei.
Wenn der Mann aber auf dem Bett liegt, passiert das nicht. Also, es macht mir schon auch Spaß, ich finde es geil. Aber ich werde kaum feucht. Fast gar nicht. Und das hat also nicht nur mit dem Feedback zu tun sondern auch rein mit der Position.
Ich finde das gerade echt spannend über mich zu lernen, mich selbst zu entdecken.
Donnerstag, 27. November 2014
Wie alles begann
Ich komme aus einem sehr ...prüden Elternhaus.
Die Aufklärung bestand im wesentlichen aus dem Buch von Janosch, welches meine Mutter irgendwann einmal kommentarlos mitbrachte. Fragen zum Körper wurden beantwortet aber das wars. Aufgeklärt wurde ich nie. Und so sprach man halt nie drüber. Mit 13 zogen meine Eltern mich und eine Freundin nachts aus dem Zelt von zwei Jungs raus mit denen wir wild rummachten. Stinkwütend aber sie verloren kein Wort darüber WAS das Problem war.
Die Aufklärung bestand im wesentlichen aus dem Buch von Janosch, welches meine Mutter irgendwann einmal kommentarlos mitbrachte. Fragen zum Körper wurden beantwortet aber das wars. Aufgeklärt wurde ich nie. Und so sprach man halt nie drüber. Mit 13 zogen meine Eltern mich und eine Freundin nachts aus dem Zelt von zwei Jungs raus mit denen wir wild rummachten. Stinkwütend aber sie verloren kein Wort darüber WAS das Problem war.
Entsprechend wenig wusste ich über Sex und ich hatte außer Freundinnen und den Eltern meiner besten Freundin niemanden mit dem ich über etwas hätte reden können.
Es folgte der erste feste Freund, der erste Sex und ich entdeckte die Welt des Sexes nur langsam.
Langsam wurden Privatcomputer verbreiteter und vor allem erschwinglicher. Aber längst nicht jeder hatte einen. Wer damals ISDN hatte, war hochmodern, alle anderen surften über die analoge Telefonleitung. Nein, nicht per DSL. Informationen verbreiteten sich noch nicht so schnell und wenn man etwas wissen wollte, konnte man in Büchern nachschlagen oder jemanden fragen.
Jetzt komme ich mir alt vor
Als die Beziehung auseinander ging, habe ich mich, etwa ab 2005 viel mit Sex beschäftigt, Blogs gelesen die sehr eindeutig waren. Ich habe Sexerlebnisse und Phantasien gelesen, ziemlich harte und es mir dabei selbst gemacht. Immer und immer wieder. Mir wurde klar, dass das rein-raus was ich bis dato kannte, mich nicht geil macht, mir nicht ausreicht.
Dass ich egoistischer sein will und muss, wenn ich Spaß haben will. Nicht den Sex ausleben den der Mann will sondern den, der mir Spaß macht. Und ich erkannte, dass der Egoismus sich nicht ausschließt damit, mich zu unterwerfen.
Damals hatte ich das noch nicht beim Namen genannt, kannte keine Worte dafür. So fing das alles an. Mit Blogs wie Promisc, mein Doppelleben, Dark-Obsession und einige mehr. Letzteres war wohl am meisten richtungsweisend während der passwortgeschützte Bereich bei Promisc der war, der mich sehr geprägt hat.
Dennoch war ich noch jung und naiv genug, als dass ich meine sexuellen Vorlieben beim nächsten Mann noch hintenan gestellt habe. Ein Fehler den ich heute nicht mehr machen würde.
Dienstag, 25. November 2014
Ups
Da habe ich doch tatsächlich meinen Bloggeburtstag verpasst?
Am 19.11.2012 habe ich den ersten Beitrag hier veröffentlicht.
Dieser hier ist der 250. Post in den zwei Jahren. Wahnsinn.
Täglich schauen inzwischen um die 200 bis 250 Leser hier rein, nicht wenige kommen von Twitter.
Übrigens ein Hinweis an jene, die per Handy hier reinsurfen: es lohnt sich, mal die mobile Version aus und die normale Version anzuschalten, dann seht ihr auch den Counter. Also den Sexcounter. Wie oft ich in 2014 Sex hatte. Nicht dass diese Zahl irgendwie spannend wäre aber ich finds doch spannend, das mal für ein ganzes Jahr festzuhalten. Ist ja eher traurig, diese Zahl.
Egal, heute wird der Bloggeburtstag nachgefeiert! Hier gibts erstmal ein Glas Sekt für jeden, dahinten steht die Kiste Bier und der Häppchenteller hier rechts auf dem Tisch.
*pling* Vielen Dank dass ihr immer hier vorbei kommt zu lesen. Vielen Dank dass ihr mir Anfang des Jahres so beigestanden habt als ich im Krankenhaus lag. Und Danke für eure Kommentare ♥
Am 19.11.2012 habe ich den ersten Beitrag hier veröffentlicht.
Dieser hier ist der 250. Post in den zwei Jahren. Wahnsinn.
Täglich schauen inzwischen um die 200 bis 250 Leser hier rein, nicht wenige kommen von Twitter.
Übrigens ein Hinweis an jene, die per Handy hier reinsurfen: es lohnt sich, mal die mobile Version aus und die normale Version anzuschalten, dann seht ihr auch den Counter. Also den Sexcounter. Wie oft ich in 2014 Sex hatte. Nicht dass diese Zahl irgendwie spannend wäre aber ich finds doch spannend, das mal für ein ganzes Jahr festzuhalten. Ist ja eher traurig, diese Zahl.
Egal, heute wird der Bloggeburtstag nachgefeiert! Hier gibts erstmal ein Glas Sekt für jeden, dahinten steht die Kiste Bier und der Häppchenteller hier rechts auf dem Tisch.
*pling* Vielen Dank dass ihr immer hier vorbei kommt zu lesen. Vielen Dank dass ihr mir Anfang des Jahres so beigestanden habt als ich im Krankenhaus lag. Und Danke für eure Kommentare ♥
Auf viele weitere Jahre!
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